Das Handfasting ist eines der ältesten Ehe-Rituale der Welt – und es erlebt gerade eine wunderbare Renaissance bei modernen Paaren.
Die Geschichte
Das Handfasting stammt aus dem keltischen Raum (Irland, Schottland, Wales) und war dort Jahrhunderte lang die offizielle Form der Eheschließung. Die Hände des Paares wurden mit einem Band oder Tuch verbunden – daher der Name: „fasten" bedeutet „festbinden". Aus dieser Tradition stammt auch der Ausdruck „tying the knot" (den Knoten binden).
Die Bedeutung
Die verbundenen Hände symbolisieren:
- Die Verbindung zweier Leben: Aus zwei wird eins, aber beide bleiben Individuen.
- Das Versprechen: Die Hände sind gebunden, solange die Gelübde gesprochen werden – ein physisches Zeichen des Engagements.
- Die Gemeinschaft: Das Band kann von einem geliebten Menschen gehalten oder gewoben werden – so wird die Gemeinschaft einbezogen.
Der Ablauf
So läuft das Handfasting in meinen Zeremonien ab:
- Das Paar steht sich gegenüber, hält sich an den Händen.
- Ich lege das Band (oder mehrere Bänder in verschiedenen Farben) um ihre Hände.
- Während die Hände verbunden sind, sprechen sie ihre Gelübde.
- Am Ende wird das Band gelöst – oder zu einem Knoten gebunden, den das Paar mitnimmt.
Moderne Interpretationen
Das Handfasting ist wunderbar anpassbar:
- Familienbänder: Jede Familie bringt ein Band in ihrer Farbe – am Ende sind alle verflochten.
- Kinder einbeziehen: Kinder aus vorherigen Beziehungen können ihr eigenes Band beitragen.
- Persische Note: Statt eines keltischen Bandes kann ein persisches Seidentuch verwendet werden – mit traditionellen Mustern.
- Erinnerungsstück: Das Band wird danach in einer Schatulle aufbewahrt – zusammen mit den Gelübden.
Für wen ist das Handfasting geeignet?
Das Handfasting ist perfekt für Paare, die ein physisches, sinnliches Ritual suchen – etwas, das man anfassen und mitnehmen kann. Es ist besonders beliebt bei Outdoor-Trauungen, Boho-Hochzeiten und bei Paaren, die Wert auf Symbolik legen.
Ihr möchtet das Handfasting in eure Trauung integrieren? Schreibt mir – ich zeige euch, wie es am schönsten aussieht.